Mein Steckbrief
Geflügellandwirt B., Oldenburger Land


1) Seit wann betreiben Sie Ihren Hof?
Ich bin 2013 nach meiner Ausbildung zum Landwirt und einem Studium der Agrarwissenschaften in den elterlichen Betrieb eingestiegen und betreibe ihn zusammen mit meiner Frau und meinen Eltern.
2) In der wievielten Generation tun Sie dieses?
Das weiß ich nicht genau, ich glaube ich bin die 16. Generation.
3) In welchem Jahr hat die erste Generation den Betrieb aufgenommen?
Unser Hof kann bis zum Jahr 1556 zurückverfolgt werden.
4) Haben Sie schon immer Hähnchen aufgezogen? Falls nicht, was wurde zuvor auf dem Hof gehalten/hergestellt?
Ursprünglich waren viele verschiedene Sorten Vieh auf unserem Hof vertreten. Milchvieh, Schweine, Hühner, Enten, Gänse – alles gehörte dazu. Mein Großvater spezialisierte sich dann in den 1960er Jahren auf die Schweinemast, so dass Geflügel über viele Jahre nicht auf unserem Hof vertreten war. Meine Eltern entschieden sich dann 1997 zum Einstieg in die Hähnchenmast.
5) Wie sieht Ihr Familienleben auf dem Hof aus?
Auf unserem Hof arbeiten alle Generationen Hand in Hand. Mein Vater und ich betreuen die Ställe und kümmern uns um unseren Ackerbau. Im Büro werden wir von meiner Frau und meiner Mutter unterstützt. Sie sind es auch, die in arbeitsintensiven Phasen, wie z.B. der Einstallung von Küken, mit einspringen. Seit vielen Jahrzehnten sind wir außerdem Ausbildungsbetrieb und bilden jedes Jahr einen jungen Menschen im Beruf Landwirt aus.
6) Seit wann ziehen Sie Hähnchen für WIESENHOF auf?
Wir sind 2012 zu WIESENHOF gekommen.
7) Erzählen Sie uns von der Hähnchenaufzucht.
Grundsätzlich gehen wir an jedem Tag im Jahr zuerst in die Hähnchenställe, um nach den Tieren zu sehen. Neben der täglichen gründlichen Tierkontrolle werten wir Daten aus und kontrollieren die Technik auf Funktionalität. Wir achten auf bei unserem Stalldurchgang auf saubere Tränken und Tröge und nehmen uns Zeit, das Verhalten der Hähnchen zu beobachten. Anhand des Verhaltens können wir Rückschlüsse auf das Wohlbefinden der Tiere ziehen. Zusammen mit dem WIESENHOF Außendienstmitarbeiter und weiteren Beratern arbeiten wir stetig daran, die Hähnchen in unseren Ställen optimal zu versorgen.
8) Welche zusätzlichen landwirtschaftlichen Aktivitäten betreiben Sie?
Neben den Hähnchen befinden sich auf unserem Hof noch Mastschweine. Auf unseren Äckern bauen wir verschiedene Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Roggen und Hafer sowie Mais an.

Hähnchenhaltung

Hähnchenhaltung bei WIESENHOF


Unsere Hähnchen ziehen wir in Ställen in Bodenhaltung auf.

Die Besatzdichte ist in Deutschland in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung gesetzlich geregelt und liegt bei 35 kg (Leichtmast) beziehungsweise 39 kg (Schwermast) pro m². Diese Werte liegen unterhalb der EU Richtlinie.

Wir schaffen naturnahe Bedingungen:
natürliche Einstreu, reguliertes Stallklima, Rücksichtnahme auf den Biorhythmus der Tiere durch Einhaltung von Nachtruhephasen, u.v.m.

Im Stall für die Hähnchenhaltung befindet sich eine Waage, die das Gewicht der Tiere erfasst. Das ist wichtig, da wir so den Gesundheitszustand kontrollieren können. Zudem stellen wir sicher, dass das zugelassene maximale Gewicht pro m² nicht überschritten wird.

Frisches Trinkwasser ist leicht zugänglich im Stall verteilt verfügbar.
Eigene Elterntiere, Brütereien sowie Futtermittel aus eigenen und zertifizierten Werken

Dank eines intensiven Schutzimpfungsprogramms unserer Elterntiere und strengen Hygienemaßnahmen in unseren Brütereien stellen wir sicher, dass die WIESENHOF Partnerlandwirte gesunde und widerstandsfähige Küken aufziehen. So wird ein notwendiger Medikamenteneinsatz in der Aufzucht minimiert.

Unsere Futtermittelwerke stellen in Deutschland zertifiziert nachhaltiges Futter her. Es ist garantiert salmonellenfrei und nicht gentechnisch verändert.



Konventionelles Hähnchen
Hähnchen dürfen in Haltungsform 1 bis max. 39 kg/m² gehalten werden. Dies liegt unter den Vorgaben der Europäischen Union mit 42 kg/m² für andere Mitgliedsstaaten.
Ross o. Cobb ist die verwendete Rasse der Hähnchen für die Haltungsform 1.
Landwirte der Haltungsform 1 ziehen die Hähnchen ca. 30-40 Tage auf.
Bei Haltungsform 1 werden die Hähnchen in Ställen in Bodenhaltung aufgezogen. Außerdem muss ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus gewährleistet sein.
Es wird Non GMO Soja bei der Fütterung verwendet.
Bei Haltungsform 1 wird der Stall mit Stroh oder anderen Einstreumaterialien bedeckt.
Weitere Informationen sind unter Haltungsform 1 zu finden. Eine Kennzeichnung der Produkte mit dem Label der Haltungsform 1 ist aus lizenzrechtlichen Gründen nur bei den teilnehmenden Handelspartnern der Initiative möglich.


Initiative Tierwohl - Hähnchen
Bei Haltungsform 2 (Initiative Tierwohl) liegt die Besatzungsdichte der Hähnchen bei max. 35 kg/m². Das ist besser als die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland.
Ross o. Cobb ist die verwendete Rasse der Hähnchen für die Haltungsform 2.
Landwirte der Haltungsformen 2 ziehen die Tiere ca. 30-40 Tage auf.
Bei Haltungsform 2 werden die Hähnchen in Ställen in Bodenhaltung aufgezogen. Außerdem muss ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus gewährleistet sein.
Es wird Non GMO Soja bei der Fütterung verwendet.
Die Stallgestaltung bei Haltungsform 2 (Initiative Tierwohl) beinhaltet zusätzliche Pickgegenstände.
Weitere Informationen sind unter Haltungsform 2 und Initiative Tierwohl: Für mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung (initiative-tierwohl.de) zu finden. Eine Kennzeichnung der Produkte mit dem Label der Haltungsform 2 und der Initiative Tierwohl ist aus lizenzrechtlichen Gründen nur bei den teilnehmenden Handelspartnern der Initiative möglich.



Privathof Hähnchen
In Ställen der Haltungsform 3 dürfen die Hähnchen bei einem Maximalgewicht von 25 kg/m² gehalten werden. Wenn ein Wintergarten vorhanden ist, dürfen die Tiere bis max. 29 kg/m² gehalten werden.
In der Haltungsform 3 werden langsamer wachsende Rassen eingesetzt.
In der Haltungsform 3 wachsen die Tiere langsamer und damit länger. Die Aufzuchtdauer beträgt ca. 42 Tage.
Ställe der Haltungsform 3 benötigen einen Wintergarten oder einen Offenstall mit frischer Luftzufuhr. Außerdem muss ein geregelter Tag-Nacht-Rhythmus gewährleistet sein.
Es wird Non GMO Soja bei der Fütterung verwendet.
Haltungsform 3 beinhaltet Strohballen, Pickgegenstände und Sitzstangen.
Weitere Informationen sind unter Haltungsform3 und unter WIESENHOF Privathof-Geflügel zu finden. Eine Kennzeichnung der Produkte mit dem Label der Haltungsform 3 ist aus lizenzrechtlichen Gründen nur bei den teilnehmenden Handelspartnern der Initiative möglich.

Weitere Haltungsformen
Putenhaltung
Wir halten unsere Puten in Ställen. Hierbei planen wir die Besatzdichte bei der Putenhaltung so, dass auch in der Endphase der Aufzucht das vorgeschriebene maximale Gewicht pro m² nicht überschritten wird...
Mehr zur PutenhaltungEntenhaltung
Bei Pekingenten werden traditionell nicht die Schnäbel gekürzt. Sie stammen ursprünglich von der Stockente ab, sind aber im Gegensatz zu ihrer Stammform flugunfähig. Durch die weit hinten am Körper befindlichen Beine ergibt sich...
Mehr zur EntenhaltungStallbesuch
Lernen Sie unsere Landwirte persönlich kennen!
Sie wollen unsere Landwirte näher kennenlernen? Möchten mehr über die tägliche Arbeit von Landwirten wissen und sich ein eigenes Bild über die moderne Geflügelaufzucht machen? Dann kommen Sie uns besuchen! Unsere Führungen dauern ca. 2,5 Stunden und finden werktags statt. Selbstverständlich sind sie kostenlos.
Aus organisatorischen Gründen können wir Stallbesuche nur für Gruppen mit einer Größe von 8-20 Personen durchführen. Füllen Sie einfach das Anmeldeformular aus und schicken Sie es los. Wir melden uns dann bei Ihnen mit einem Terminvorschlag.
Besuchsberichte
WIESENHOF Stallbesuch im Landkreis Diepholz

Visbek im März 2016. Geflügel aus deutscher Aufzucht, dafür steht WIESENHOF. Was das alles beinhaltet, wollten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Gymnasiums Nordenham von uns wissen. 30 Schülerinnen und Schüler besuchten im Landkreis Vechta und Diepholz einen Mast- und Elterntierstall von Wiesenhof. Viele betraten zum ersten Mal einen Stall und lernten zunächst die strengen Hygienevorschriften kennen: Hände mussten desinfiziert, Overalls übergezogen, Haarnetze aufgesetzt und Schuhüberzieher angezogen werden. Dann noch eine kurze Erklärung, wie man sich in einem Geflügelstall zu verhalten hat und los ging´s

Mitten drin statt nur dabei – unter diesem Motto konnten sich die Schülerinnen und Schüler im Stall die Hähnchen ausführlich anschauen. Und Fragen zur Aufzucht stellen. Wie lange werden die Hähnchen aufgezogen? Welches Futter bekommen sie? Wie groß ist so ein Stall eigentlich? Und wie viele Hähnchen passen hinein? Wo kommen die Eier her? Zur Aufzucht von Hähnchen gehört halt nicht nur ein großer Stall und Futter. Nein, man muss auch hinter der Sache stehen und mit viel Leidenschaft die Tiere großziehen.
























